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Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 15. December 2016 10:56

Hallo,

ich habe eine Rock Ola 445 günstig gekauft und restauriere sie gerade.
Die Box war gut 20 Jahre in Betrieb und stand dann ca. 20 Jahre im Keller einer Speisegaststätte von deren Inhaberin ich sie gekauft habe.
Sie ist weitgehend komplett und in einem akzeptablem Zustand, allerdings komplett versifft. Anders ist das nicht zu nennen.
Auf jedem Teil dick Nikotin und Kneipendunst und Fett. Stinkt gewaltig.
Ich habe diese Woche einmal mit der Fronttür, in der die beiden Bass-Speaker eingebaut sind, begonnen. Komplett zerlegt und wirklich alles, bis auf die letzte Schraube, gereinigt. Dann sieht es auch wieder passabel aus und vor allem: Der Gestank ist weg smiling smiley Selbst das Holzbrett habe ich komplett eingeschäumt und nass gewaschen. Auch das ist wieder ok. Das werde ich noch in den Originalfarben (weiß/schwarz) streichen, dann ist die Fronttür fast wie neu.

Zwei Fragen habe ich an dieser Stelle:
1) Die beiden Bass-Speaker will ich nicht mehr einbauen. Ich denke, nach 45 Jahren sind die nicht mehr der Burner, zumal einer nicht der originale ist. Die Box hat insgesamt zwei 12" Bass-Speaker und die Hochtöner oben in der Klappe.
Die will ich komplett ersetzen.
WOMIT?
Welche Speaker brauche ich, wo sitzt überhaupt die Frequenzweiche und wie teilt sie auf? Welche Speaker übernehmen auch die Mitten? Über eine Aufklärung dazu bin ich dankbar. Vielleicht hat auch jemand eine konkrete Empfehlung, welche Speaker ich kaufen soll oder auch konkrete Spezifikationen, dann kann ich mich selbst umsehen.

2) Die Leuchtstoff-Röhren (oder sind es Neonröhren?) will ich komplett neu installieren. D.h. alte Fassungen, Starter und die schwarzen Vorschaltgeräte raus und aktuelle Vorschaltgeräte, Fassungen und T8 Röhren rein. Auch die Verkabelung wird neu werden.
Ich habe die Röhren schon hier: T8, 69 cm (28"), 25W, Cool White.
Welches Vorschaltgerät brauche ich dazu? Habe da schon einiges gelesen, bin aber unsicher.
Auch hier freue ich mich über konkrete Kaufempfehlungen.

************************
EDIT: Die Box ist jetzt fertig (08.01.2017).
Ich habe die Verkabelung der Beleuchtung nicht neu gemacht. Alles original. Ich bin erstaunt, wie gut die Sachen nach einer Reinigung aussehen. Die Fassungen wie neu. Und funktionieren tut auch alles. Also keine Not, irgendetwas auszutauschen.
************************

Im Voraus schon einmal vielen Dank für helfende Antworten.
Ich werde in den kommenden Wochen bestimmt noch viele Fragen haben.
Die ganze Geschichte wird ausführlich in Fotos dokumentiert.

Viele Grüße, Ingo.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.17 11:47.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Marc (IP gespeichert)
Datum - date: 15. December 2016 12:46

Die Lautsprecher (mit Denglish kann man sich auch schnell lächerlich machen) können durchaus noch in Ordnung sein. Ansonsten kann man solche Lautsprecher auch reparieren lassen. In vielen Fällen laufen sie aber bis heute einwandfrei. Daher kann es sinnvoller sein, für den einen falschen einen gebrauchten zu besorgen, statt da irgendeinen Ersatz zu verbauen. Das sind keine Basslautsprecher sondern Breitbandlautsprecher. Die werden u.A. auch in Gitarrenverstärker eingebaut.
Im Archiv ist da ein 12" 8 Ohm gelistet, lt. Typ müßten das aber 16 Ohm sein. Möglicher Ersatz wären die 12" Jensen hier aus dem Shop, die gibt es sowohl mit 8 als auch 16 Ohm.

Die Leuchtstofflampen (Neonröhren sind durchsichtig, leuchten rot und werden daher fast nur für Leuchtreklame eingesetzt) und passende Vorschaltgeräte sind ebenfalls noch erhältlich. Beim Umbau auf T8 müßtest du auch die komplette Verdrahtung ändern, immerhin laufen die, wie alles andere in der Box auch, mit 120V.
Das sind alles Maßnahmen, die den Wert der Box kräftig senken, da sie dann verbastelt ist.
Ganz nebenbei werden die alten Vorschaltgeräte die neuen bei weiten überleben.


Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 15. December 2016 13:18

Hallo Marc,

zunächst einmal möchte ich die Box für mich aufbauen. Da ist mir der Originalzustand nicht ganz so wichtig. Wichtiger ist mir der Klang und die Optik.

Die alten Lautsprecher ;-) werfe ich nicht weg. Bei Bedarf sind die ja rapp zapp wieder eingebaut. Aber ich hasse Muff und Moder und die stinken ganz gewaltig. Ich werde die LS mal komplett reinigen und archivieren, aber für den eigenen Bedarf glaube ich, dass mit neuen LS ein besserer Klang zu erzielen ist.

Ich habe T8-Leuchtstofflampen hier, die zünden mit den vorhandenen Vorschaltgeräten und Startern aber nicht. Zünden schon, gehen aber wieder aus und flackern. Eine T12 mit den gleichen Leistungsdaten brennt einwandfrei. Woran das liegt ist auch hier im Forum scheinbar unklar. Hast Du eventuell eine Idee?

Viele Grüße, Ingo.







1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.12.16 16:27.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: schorty (IP gespeichert)
Datum - date: 15. December 2016 18:37

Hallo Ingo,

Die Box läuft im Innern auf 110 Volt......bitte beachten.....die Teile findest du alle im Shop....

Gruß Ralf

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Hildegard (IP gespeichert)
Datum - date: 15. December 2016 18:49

Ich habe die Angabe aus dem Archiv noch einmal mit den Unterlagen verglichen. Im Schaltplan werden 12" 8 Ohm Lautsprecher angegeben.

Hildegard Stamann


Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 20. December 2016 19:41

Guten Abend in die Runde,

ich bin ein Stück weiter: Die Fronttür ist fertig und richtig gut geworden. (Bilder folgen mit den nächsten Posts.)
Will heißen, sie war komplett auseinander, jedes Teil und jede Schraube gereinigt und ich habe sie tatsächlich wieder zusammen bekommen und habe keine Teile über smiling smiley Sie gut aus und macht Mut für den Rest.

Das komplette Laufwerk habe ich ausgebaut und auf einem Ständer "aufgebock". Sieht aus wie ein ausgebauter Motorblock.
Ich habe gerade einen EUR-Münzprüfer bestellt. Es geht also voran smiling smiley

Viele Grüße, Ingo.





Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: charly49 (IP gespeichert)
Datum - date: 21. December 2016 09:23

Hallo Ingo

Es gibt zwei verschiedene T8 - Leuchtstoffröhren mit 28" , nämlich mit 18 Watt und mit 25 Watt. Als Ersatz für die dicken (T12) ist seltsamerweise nur die 18 Watt - Ausführung geeignet. Die 25 Watt - Ausführung zündet zwar, aber sie brennt nicht. Der Grund dafür ist vermutlich, daß die Brennspannung zu hoch ist für die 110 Volt - Versorgungsspannung. Siehe dazu auch '[www.jukebox-world.de]' .

Viele Grüße - charly49

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 21. December 2016 14:33

Hallo Charly,

danke für den Hinweis.
Sind die 18 W-Röhren denn viel "dunkler" als die 25er?


Viele grüße, Ingo.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Marc (IP gespeichert)
Datum - date: 22. December 2016 16:49

Nein, da die moderneren Lampen effizienter sind ist die 18W Lampe nur geringfügig dunkler.
In meiner Box war beim Kauf eine 18W und eine 25W Lampe verbaut. Ein großartiger Unterschied war nicht sichtbar, allerdings waren beide Lampen alt.
Da aber beide noch erhältlich sind, und beide aus den USA importiert werden, kann man auch die originale verwenden.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 22. December 2016 22:19

Danke für die Info.
Dann muss ich meine 25w T8 gegen 18 W umtauschen.

Ich habe die Boc nun komplett auseinander.
Kann dann nach Weihnachten anfangen, die Teile zur reinigen.

Eine Frage zum Thema Originalzustand:
Was ist im Rahmen einer Restauration "gestattet" und was nicht.
Z. Bsp. möchte ich das Gehäuse innen nach Reinigung in der Originalfarbe streichen.
Geht das i . O., oder gilt das schon als verbastelt?
"Darf" ich die Laufwerksaufhängung streichen/pulverbeschichten oder nicht?

Ich habe ja mittlerweile mitbekommen, dass da teils eine strenge Lehre herrscht in der Musikbox-Szene.
Also, was ist top, was ist Flop?

Beste Grüße, Ingo.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Marc (IP gespeichert)
Datum - date: 22. December 2016 23:55

Teilweise streiten sich da die Geister. Die einen wollen eine Box im Idealzustand, makelloser Chrom, kein Kratzer, einwandfreie Lackierung. Diese Boxen sind dann teilweise überrestauriert und sehen besser aus, als neu aus der Fabrik.
Andere wollen die Patina, die so eine Box im Laufe des Lebens bekommen hat, erhalten.

Bereits lackierte Flächen neu zu lackieren halte ich für OK, sofern der alte Lack hin ist, was innen aber vermutlich nicht der Fall ist.
Viele Laufwerksteile sind im Original brüniert, da würde ich dann eher nicht lackieren.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 28. December 2016 00:07

Danke für die Einschätzung. Ich denke, so sehe ich das auch.

Eine Frage zur Reinigung der Verstärker und elektrischen Bauteile:
Ich lese immer, dass der Verstärker "normal" mit z. B. Brief gereinigt wird (gekapselte Bauteile abgedeckt) und dann mit IPA abgespült wird.
Nehme ich reines IPA, oder wird das mit destilliertem Wasser verdünnt? wenn verdünnt, in welchem Verhältnis?

Viele Grüße, Ingo.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 04. January 2017 12:42

Hallo in die Runde und ein frohes neues Jahr 2017 mit guter Musik für alle smiling smiley

Ich komme weiter mit meinen Arbeiten an der RO 445.
Ich habe jetzt auch die obere Tür komplett zerlegt und sauber gewaschen.
Auch die Tastaturmechanik. In Bref eingelegt, mit einem Pinsel "geschrubbt", ausgewaschen und mit Druckluft ausgeblasen. Habe mir dazu einen Kompressor besorgt.
Da blitzt und blinkt es nun, wo vorher Siff und Muff saßen.

Was mache ich jetzt mit den beweglichen Teilen und den Kontakten?
Bewegliche Teile leicht mit Ballistol ölen? Oder mit etwas anderem? Oder gar nicht?
Kontakte leicht mit irgendwas einsprühen (Kontaktspray, o. a.)?

Bin für Hinweise dankbar, dann kann ich das wieder zusammenbauen.

Viele Grüße, Ingo.









Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 06. January 2017 14:33

Hallo,

alle noch in Urlaub? Oder im Winterschlaf smiling smiley

Meine Frage eins weiter oben ist immer noch aktuell.


EDIT: Nachfolgendes ist gelöst. Ich hatte das kleine Blech, auf dem die Löschtaste einzeln montiert ist falsch herum eingeschraubt smiling smiley
***************************
Ich habe aber auch ein neues Problem:
Beim Einbau der Tastatur passt die Löschtaste nicht.
Der Pin für die Löschtaste sitzt tiefer, als alle anderen Pins. Die Taste habe ich daher anders herum aufgesetzt. Sieht dann fast passend aus, aber die Löschtaste klemmt dann in der Durchführung nach vorne. Gibt es da einen Trick? Hat das schon mal jemand bei einer RO Tatstatur gehabt?
***************************

Viele Grüße, Ingo.

Knapp 400 Bilder unsortiert der RO und meiner Reinigungsaktion gibt es unter
www.schwenk-werbeagentur.de/ro445

(Wenn ich fertig bin werden die Bilder sortiert und als Vorher-Nachher-Vergleich aufg einer eigenen Seite online gestellt.)





2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.17 17:47.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: seeburg19 (IP gespeichert)
Datum - date: 06. January 2017 23:06

Hallo Ingo, Kontakte, die sauber sind, muss man nicht mit irgendwas einsprühen, das trocknet nur ein und macht Probleme. Bewegliche Teile kann man mit Ballistol einfetten. Die Mechanik, so sie denn auseinander war und wieder sauber ist, mit säurefreiem Fett behandeln, so dass alle Teile gut zusammen passen.
Markus

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 09. January 2017 10:43

HEUREKA - Sie läuft!

Hallo,

ich habe am WE den Laufwerksblock komplett auseinandergebaut, gewaschen und wieder zusammengebaut.
Damit war dann die komplette RO 445 gewaschen.

Ich habe dann gestern alles zusammengebaut und alle Kabel angeschlossen und ...
... alles läuft wie am Schnürchen! Alle Lampen "Sie hören jetzt" leuchten und rattern beim Plattensuchen schön durch.

Zwei Starter für die Leuchtstoffröhren fehlen mir noch, so dass die Box noch nicht in aller Pracht leuchtet. Habe ich eben bestellt.

Die beiden großen Motoren (Greifarm und Plattenkorb) laufen noch recht laut. Ich hatte sie auseinandergebaut und sauber gemacht.
Sie surren beim Laufen. Ich denke, dass sind die Kohlen, die sich gerade neu einschleifen. Oder gibt es Eurer Erfahrung nach andere Gründe dafür? Ich habe die Motoren nur aufgemacht, mit Druckluft ausgeblasen und wieder zusammengebaut.

Sound konnte ich noch nicht testen, da ich noch kein System drauf habe. Dazu werde ich hoffenlich heute kommen. Habe ein Shure M91 mit N71-6 Nadeleinschub hier. Original war ein anderer Tonabnehmer eingesetzt der nicht so hoch baut. Da muss ich den Tonarm in der Höhe justieren.

Werde mich dann jetzt mit Zeit an die angekündigte Website geben und Euch die Adresse hier posten. Da sind dann alle Stationen und Bilder zum Wiedererwecken der Box nachvollziehbar. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei seiner eigenen Box.

Beste Grüße, Ingo.




Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 10. January 2017 17:30

Hallo,

ich habe ein Problem:
Ich habe gestern ein System montiert (Shure). Die Box lief gestern Abend einwandfrei.
Heute Nachmittag schalte ich die Box an und es kommte ein lautes Rauschen aus den Lautsprechern. So, als ob ein Radio ohne Sender rauscht.
Was kann das sein? Mir fällt nichts ein, woran es liegen könnte.
Jeder Tipp ist willkommen.

Viele Grüße, Ingo.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Hildegard (IP gespeichert)
Datum - date: 10. January 2017 18:16

Hallo Ingo,

steht der Schiebeschalter seitlich am Verstärker richtig - auf Magnet?


Hildegard Stamann

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 10. January 2017 18:31

Hallo Hildegard,

ja, die Einstellungen bzw. die Schalter stehen alle richtig. Gestern Abend lief sie ohne Brumm und Rauschen.
Ich habe gerade auch einmal alle Stromversorgungen zu den Vorschaltgeräten abgezogen und auch das Tonarmkabel aus dem Verstärker gezogen.
Das kann man als Störquelle also ausschließen.

Es hört sich wirklich wie ein Radio-Rauschen an. Das Rauschen schwankt ebenso wie beim Radio auchg in der Tonhöhe, lässt sich in der Lautstärke aber nicht vom Lautstärkeregler beeinflussen. Selbst wenn ich diesen auf Null drehe, bleibt das Rauschen in der Lautstärke konstant.

Die Box lief gestern das erste Mal seit 20 Jahren wieder. Wie gesagt, ohne Probleme.
Vielleicht hat sich durch den Betrieb gestern ein Bauteil verabschiedet. Könnte das sein? Wenn ja, wonach müsste ich suchen.
(Es riecht allerdings nicht nach "Verabschiedung" eines elektrischen Bauteils.)

EDIT:
So, ich komme der Sache näher. Es liegt irgendwie und -wo am Verstärker. (Naheliegend smiling smiley)
Wenn ich den verstärker mit dem Finger antippe, ist das rauschen weg, kommt aber nach kurzer Zeit leise wieder und baut sich auf.
Auch höre ich mein Antippen an das Verstärkergehäuse als "Plopp" in den Lautsprechern.
Was kann das sein? Kriechströme, (statische) Aufladung die ich mit dem Finger irgendwie ableite?
Wenn ich das Metallgehäuse des Verstärkers anfasse, kribbelts nicht.


Viele Grüße, Ingo.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.01.17 18:55.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: empress200 (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 10:13

Hallo Ingo

>>>EDIT:
>>>So, ich komme der Sache näher.

Da liegst Du sicher richtig.

Hast Du den Verstärker gereinigt?
Wenn ja, nur außen oder auch innen?
Wie und mit welchen Mitteln hast Du ihn gereinigt?

Gruß
Roland


Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 11:32

Hallo Roland,

ich hatte den Verstärker nur grob gereinigt. Nicht nass gewaschen.

Baue ihn aber gerade auseinander und wasche ihn gründlich. Da ist nämlich dick Nikotin und Kochdunst drauf. Entsprechend müffelt er auch.
Ich hatte mich vor dem Verstärkerwaschen noch etwas gedrückt.

Die beiden Platinen, die man abmontieren kann habe ich schon gewaschen und den Lautstärkeregler auch. Mit einem speziellen Nikotinreiniger, der sehr gut reinigt, aber nicht so agressiv ist und auch Bedruckungen nicht wegwäscht. Danach mit Wasser ab-/ausgespült und mit Druckluft trocken geblasen. Die Platinen sehen schon gut aus, als nächstes kommt der Rest dran.

************
EDIT:
So, wenn es sauber ist, dann sieht man auch was: Zwei Kondensatoren auf der größeren Platine sind augenscheinlich defekt. Da quillt an einer Seite was hellbraunes raus. Muss ich bestellen und auswechseln.
*************

Ich habe etwas Respekt vor den Spulen im oberen Bereich. Aber gerade die sind extrem versifft.
Aber nach allem, was ich bisher gelesen habe, reinigen viele hier ihre Verstärker komplett mit Bref. Dann sollte das bei mir auch funktionieren, ohne Schäden zu hinterlassen. MUSS man zwingend Alkohol zum Ausspülen nehmen? Mit Wasser erreiche ich bessere Ergebnisse und die Plastikteile werden nicht blind. Ich blase die Teile nach dem Auswaschen sehr sorgfältig aus.

Frage:
Habe wie gesagt etwas Respekt vor den Spulen und den beiden großen Elkos.
Augen zu und durch? Wie hier oft beschrieben mit Reiniger und Wasser reinigen? Oder kann bei den Spulen und großen Elkos sehr leicht etwas kaputtgehen?

Viele Grüße, Ingo.

P.S.: Wenn die Sachen sauber sind, ist eine eventuelle Fehlersuche auch wesentlich einfacher, da man die Teile auch wieder klar sieht.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.17 15:14.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Swen (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 15:12

Die großen Spulen sind die Ausgangsübertrager und wer die ersäuft ...naja den Rest kannst du dir denken .

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 15:15

Ok, das heißt also die vier Spulen auslöten und den Rest waschen.




1 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.17 15:16.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: empress200 (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 15:46

Hallo Ingo

Die meisten elektrischen und elektronische Bauteile halten bei der Reinigung meistens wesentlich mehr aus als man ihnen zutraut.
Feuchtigkeit oder direkter Kontakt mit Reiniger oder Wasser macht den alten Platinen wie sie in den meisten Jukeboxen vorkommen nichts aus.
Bei ganz modernen Geräten sieht das schon anders aus.
Am empfindlichsten sind Trafos und Übertrager.
Grundsätzlich macht auch diesen Bauteilen Wasser nichts aus. Für die Wicklungen wird Lackdraht verwendet, dieser isoliert nicht nur, sondern schützt den Kupferdraht auch vor dem Wasser. In den Trafos und Übertragern befindet sich aber auch Ölpapier oder Folien als Isoliermaterial. Wenn das Ölpapier nicht mehr 100% in Ordnung ist nimmt es Feuchtigkeit auf.
Auf Grund der Bauweise bringt man Feuchtigkeit aus Trafos und Übertragern nicht so leicht raus wie von einer Platine. Auch in Schaltern kann sich Feuchtigkeit lange halten.
Selbst mit Druckluft lässt sich an diesen Bauteilen Feuchtigkeit nicht vollständig entfernen.
Hier muss zusätzlich gut getrocknet werden.
Und je höher die verwendeten Spannungen sind, desto kritischer ist Restfeuchtigkeit.
Netzttrafos und Übertrager von Röhrenverstärker wären hier als Beispiele zu nennen.
Man kann also durchaus Wasser bei der Reinigung einsetzten, sollte dabei aber entsprechende Sorgfalt walten lassen und bei manchen Bauteilen besser darauf verzichten..
Und immer sofort nach dem Einsatz von Wasser dieses gut mit Druckluft entfernen und die Bauteile zusätzlich noch gut trocknen. Das gilt natürlich auch für mechanische Teile.

Wenn man nicht ganz genau weiß was man Trafos und Übertragern zumuten kann sollte man diese besser vor Wasser schützen.

Ich würde Dir daher empfehlen die Übertrager nicht unter fließendem Wasser zu reinigen!
Die Abdeckkappen bringt man auch so komplett sauber und innen müssen die Übertragern nicht wie neu aussehen. Besser etwas schmutziger als zu Tode geputzt.
Bei den Elkos ist der Karton der diese umgibt das Problem.
Dieser saugt sich unter fließendem Wasser voll, trocknet aber auch wieder vollständig aus.
Hier natürlich keine Druckluft verwenden. Feuchter Karton ist sehr empfindlich.
Du solltet, falls nicht schon gemacht, die Fassungen und Pins der IC’s gründlich reinigen.

Gruß
Roland

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: empress200 (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 15:52

Hallo Ingo

Habe gerade Deinen letzten Eintrag gelesen.

>>Ok, das heißt also die vier Spulen auslöten und den Rest waschen<<

Kein Problem - wenn Du Dir die Arbeit antun willst.

Wenn Du vorsichtig arbeitest kannst Du den Rest auch ohne Ausbau der Übertrager waschen.
Das eine oder andere Wassertröpfchen halten die Übertrager schon aus. Du sollst sie nur nicht fluten!


Gruß
Roland

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 16:50

Ok, Fluten will ich sie ja auch nicht smiling smiley Nur abspülen. Dann spüle ich die Spulen mit Alkohol und den Rest mit Wasser. Der Alkohol solllte sich schneller verflüchtigen, wenn etwas in die Spulen eindringt. Richtig? Oder greift der wiederum die Innereien an?

Eine Frage zu den Kondensatoren:
Bei den defekten handelt es sich laut Service-Manual um
1) 8mfd / 4V. (In der Zeichnung als C5 R/L und C15 R/L gekennzeichnet)
2) 50mfd / 40 V. (In der Zeichnung als C13)

Muss ich beim Ersatzkauf auf irgendetwas achten? AC/DC?
Zumal ich diese Werte bei Conrad nicht finde.

Beste Grüße, Ingo.




2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.17 16:51.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: empress200 (IP gespeichert)
Datum - date: 11. January 2017 18:20

Hallo Ingo

Diese Werte kannst Du nicht finden.

Ersatz:

zu 1) 10µF / 10V oder mehr

zu 2) 47µF / 63V oder mehr

Elkos sind für Gleichspannung - also DC.

Wie hast Du festgestellt dass die defekt sind?
Kapazitätsmessgerät oder DMM?

Welche Werte sind bei der Messung herausgekommen?

Gruß
Roland

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 12. January 2017 15:30

Hallo Roland,

ich habe nichts gemessen. Aus den beiden Elkos quillt es n der Seite raus, weswegen ich diese ersetzen möchte.

Habe den Verstärker heute dann doch komplett nass gereinigt. Sieht nun wieder passabel aus. Ich habe ihn danach mit Druckluft sorgfältig trocken geblasen. Ich lasse ihn jetzt mal ein paar Tage auf dem beheizten Fußboden zum Resttrocknen liegen. In der Zeit kann ich die Elkos bestellen und auf den Platinen ersetzen.

Kannst Du mir bitte noch einen Ersatz für
1) 250 µF / 25 V
2) 200 µF / 10 V und
3) 125 µF / 10 V
nennen?

Dann bestelle ich das alles zusammen und wechsele dann alle blauen Kondensatoren auf den beiden Platinen aus.
Bei einigen hat sich die äußere Folie gelöst.


Anhänge: 20170111_133125-kl.jpg (118kB)  
Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: empress200 (IP gespeichert)
Datum - date: 12. January 2017 16:59

Hallo Ingo

1) 250 µF / 25 V ……………… wenn C31 und C32 – 330 oder 220 µF / 25 V
2) 200 µF / 10 V ………………………220 µF / 25 V
3) 125 µF / 10 V ……………………...100 µF / 25 V

Die Spannung kann ohne Probleme höher sein wie beim Original angegeben, nur nicht kleiner.
Du kannst die oben genannten Kapazitätswerte z.B. auch in der 63 Volt Ausführung verwenden.

Gruß
Roland

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 12. January 2017 17:16

Super, danke!
Dann bestelle ich die Sachen gleich und melde mich wieder, sobald ich das alles umgesetzt habe.

Viele Grüße, Ingo.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 06. March 2017 13:54

Hallo,

ich habe nun auch die Ursache für den dumpfen Ton bei meiner Rock ola 445 gefunden.
Und zwar hatte ich von Beginn an neue 12 Zöller eingebaut (Jensen). Diese scheinen nicht annähernd die Charakteristik zu haben, wie die Original-Lautsprecher. Ich habe dann gestern Abend einen original-12-Zöller angeschlossen und siehe da: So soll sich das Ganze anhören.

Jetzt bin ich auf der suche nach einem Original-12-Zöller für die Rock Ola 445.
Wer einen hat, bitte PN an mich.

Ich habe nur einen, der zweite war defekt.

Den Verstärker hatte Roland mir überholt und nachgesehen. Danke dafür.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 06. March 2017 13:56

Eine Frage habe ich noch:

Ich habe das Original-Keramik-Tonabnehmersystem durch ein Shure ersetzt.
Das Shure baut aber wesentlich höher, so dass ich den Tonarm in der Höhe einstellen müsste. Ist das bei der 445 möglich?
Ich habe dazu noch nichts gefunden.

Bin über jeden Hinweis froh!
Denn die Box nähert sich dem Zustand, zu dem ich sage, das hört sich gut an smiling smiley


Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Oliver Stamann (IP gespeichert)
Datum - date: 06. March 2017 14:16

Hallo Beauregard,

welche Lautsprecher von Jensen haben Sie denn eingebaut?

Stellen Sie doch bitte ein Bild von dem Lautsprecher in Ihre Gesuche-Anzeige mit ein. Es gibt sicher einige, die einen solchen Lautsprecher abzugeben haben - doch nicht jeder weiß, wie die für die 445 aussehen.


Viele Grüße - Oliver Stamann

P.S.: Die Einstellung der Tonarmhöhe ist im Handbuch beschrieben und bei genauem Betrachten des Tonarmes auch so zu erkennen.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Beauregard (IP gespeichert)
Datum - date: 06. March 2017 15:13

Hallo Herr Stamann,

so, wie ich es verstanden habe, kann man den Tonarm der RO 445 NICHT in der Höhe verstellen, um bauartbedingte Höhenunterschiede verschiedener Tonabnehmersysteme auszugleichen.
ABER: Jetzt weiß ich auch, warum es das M44MR speziell für die Rock-Ola gibt.
Das ist eigentlich ein ganz normales Shure-System, bei dem die beiden Stege zur Befestigung links und rechts um 5 mm kürzer sind. Dadurch baut das System tiefer im Tonarm und die Nadel steht auf gleicher Höhe, wie bei dem flacheren Astatic-System. D. h., ich kann an einem normalen Shure-System (von denen ich einige habe), die Halterung entsprechend kürzen und es passt. Wieder ein "Problem" gelöst smiling smiley

Die im Handbuch beschriebene Möglichkeit zur Einstellung der Tonarmhöhe bezieht sich auf die Höhe, in der der Tonarm beim Auflegen und Abnehmen einer Platte hin-, bzw. weggeschwenkt wird, damit er mitsamt Nadel über den Greifer kommt.

Danke für den Tip mit den Fotos in der Anzeige.
Mache ich nachher.

Die Jensen Lautsprecher sind dunkelgrün und tragen die Aufschrift:
"Jensen Special Design C12Q8 Ohm"

Beste Grüße, Ingo.

Re: Restauration ROCK OLA 445
geschrieben von: Marc (IP gespeichert)
Datum - date: 06. March 2017 20:01

Höhenverstellbare Tonarme findet man an hochwertigen Plattenspielern, bei der Jukebox lässt sich nur einstellen, wie weit der Tonarm hochgehen soll, damit Greifer und Tonabnehmer nicht kollidieren.
Das M44 für Rock Ola hat eine modifizierte Halterung und eine andere Nadel.

Beim umrüsten auf Magnetsysteme auf den dann notwendigen Vorverstärker achten.



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